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Mathematik jenseits des Schulstoffs: Ein Blick in den MATH Club

Zehn Treffen im Jahr, keine Noten, und Fragen, die nicht im Lehrbuch stehen.

Kinder arbeiten im Matheraum von Brainorithmics gemeinsam an Aufgaben
  • Warum funktioniert eine mathematische Regel eigentlich?
  • Kann man eine geheime Nachricht mit Mathematik verschlüsseln?
  • Warum tauchen bestimmte Muster immer wieder auf?
  • Gibt es eine grösste Zahl?
  • Und wie kamen Mathematikerinnen und Mathematiker überhaupt auf ihre Ideen?

Kinder stellen Fragen, die weit über eine einzelne Rechenaufgabe hinausgehen.

Im Schulunterricht müssen viele wichtige Lernziele, unterschiedliche Lernstände und ein gemeinsamer Lehrplan berücksichtigt werden. Für mathematische Fragen, die über ein aktuelles Unterrichtsthema hinausführen, bleibt deshalb nicht immer gleich viel Raum.

Genau hier setzt der Brainorithmics MATH Club an.

Der MATH Club ist keine zusätzliche Schulstunde und keine Nachhilfe. Er ist ein Treffpunkt für Kinder ab 8 Jahren, die Mathematik entdecken, hinterfragen und gemeinsam weiterdenken möchten.

Ohne Noten. Ohne Prüfung. Und ohne die Erwartung, dass jede Frage innerhalb weniger Minuten gelöst werden muss.

Denn manchmal beginnt Mathematik genau dort, wo die Lösung noch nicht bekannt ist.

Was ist der Brainorithmics MATH Club?

Der MATH Club ist ein regelmässiger Treffpunkt für junge Mathematik-Entdeckerinnen und -Entdecker.

Über das Jahr verteilt finden zehn Treffen statt. Jedes Treffen widmet sich einem mathematischen Thema, einer besonderen Fragestellung oder einer Herausforderung.

Dabei kann es um Zahlen gehen. Um Muster. Um Logik. Um Geheimcodes. Um mathematische Rätsel. Um Mathematik in Natur, Technik oder Alltag. Oder um die Menschen und Geschichten hinter mathematischen Entdeckungen.

Im Mittelpunkt steht nicht die Frage: «Wie schnell kannst du rechnen?»

Sondern vielmehr:

  • «Was fällt dir auf?»
  • «Warum könnte das so sein?»
  • «Gibt es noch einen anderen Weg?»
  • «Wie können wir herausfinden, ob unsere Idee stimmt?»

Der MATH Club gibt Kindern Zeit für genau diese Fragen.

Mathematik ist mehr als Rechnen

Viele Kinder begegnen Mathematik zunächst vor allem über Rechnungen. Addieren. Subtrahieren. Multiplizieren. Brüche. Prozente. Gleichungen.

All das gehört zur Mathematik. Aber Mathematik ist noch viel mehr.

Mathematik bedeutet auch:

  • Muster zu erkennen
  • Vermutungen aufzustellen
  • Strukturen zu entdecken
  • Probleme zu zerlegen
  • Informationen zu ordnen
  • Zusammenhänge zu erklären
  • Strategien zu vergleichen
  • und manchmal lange über eine einzige Frage nachzudenken

Genau diese Seite der Mathematik möchten wir im MATH Club sichtbar machen.

Es geht nicht darum, möglichst viele Aufgaben zu lösen. Manchmal reicht eine einzige gute Frage für ein ganzes Treffen.

Für wen ist der MATH Club gedacht?

Der MATH Club richtet sich an Kinder ab 8 Jahren, die Freude daran haben, Fragen zu stellen, zu knobeln, Muster zu entdecken oder gemeinsam über mathematische Probleme nachzudenken.

Dabei ist uns eines besonders wichtig: Der MATH Club ist nicht nur für Kinder mit Bestnoten gedacht. Eine bestimmte Schulnote ist keine Voraussetzung.

Ein Kind kann Mathematik spannend finden und trotzdem bei einzelnen schulischen Themen Schwierigkeiten haben. Ein anderes rechnet in der Schule sehr sicher und sucht zusätzliche Herausforderungen. Wieder ein anderes interessiert sich weniger für klassische Rechenaufgaben, ist aber von Logikrätseln, Codes oder mathematischen Geschichten fasziniert.

Entscheidend ist nicht das Zeugnis. Entscheidend ist die Bereitschaft, sich auf Fragen einzulassen, auszuprobieren und gemeinsam nachzudenken.

Warum ab 8 Jahren?

Unsere Aufgaben, Gespräche und Herausforderungen im MATH Club sind für Kinder ab etwa 8 Jahren konzipiert.

Viele Aktivitäten setzen voraus, dass Kinder einer gemeinsamen Fragestellung folgen, eigene Ideen einbringen und sich mit unterschiedlichen Lösungswegen beschäftigen können.

Dabei erwarten wir nicht, dass alle Kinder gleich lange konzentriert arbeiten oder ihre Gedanken auf dieselbe Weise formulieren. Auch innerhalb einer Altersgruppe gibt es grosse Unterschiede. Deshalb können Aufgaben unterschiedlich begleitet, erweitert oder vereinfacht werden.

Im Mittelpunkt steht nicht, dass alle gleichzeitig dieselbe Lösung finden. Viel interessanter ist oft, wie unterschiedlich Kinder an dieselbe Frage herangehen.

Welche Themen gibt es im MATH Club?

Die Themen können von Treffen zu Treffen wechseln. Gerade das gehört zum Konzept: Kinder sollen erleben, wie vielfältig Mathematik sein kann.

Mögliche Themen sind zum Beispiel:

Geheimcodes und Verschlüsselung

Wie kann man eine Nachricht so verändern, dass nicht jeder sie sofort lesen kann? Wie könnte ein Code funktionieren? Und welche Informationen helfen dabei, ihn zu entschlüsseln?

Solche Aufgaben verbinden Mathematik mit Logik, Mustern und systematischem Denken. Die Kinder probieren eigene Ideen aus, entwickeln Regeln und testen, ob ihre Verschlüsselung tatsächlich funktioniert.

Zahlenmuster und überraschende Zusammenhänge

Manche Zahlenfolgen sehen zunächst zufällig aus. Dann entdeckt jemand eine Regel. Vielleicht funktioniert sie bei den nächsten drei Zahlen. Aber funktioniert sie immer?

Genau hier wird es mathematisch interessant. Die Kinder beobachten, vergleichen, formulieren Vermutungen und prüfen ihre Ideen.

Nicht jede Vermutung muss stimmen. Auch herauszufinden, warum eine Idee nicht funktioniert, gehört zum mathematischen Denken.

Logikrätsel und offene Probleme

Bei vielen Schulaufgaben ist relativ schnell klar, welche Rechenart benötigt wird. Bei einem Logikproblem kann schon die erste Frage schwieriger sein:

  • Wo fangen wir überhaupt an?
  • Was wissen wir?
  • Welche Informationen sind wichtig?
  • Was können wir ausschliessen?
  • Welche Möglichkeiten gibt es?

Die Kinder lernen dabei nicht einfach einen bestimmten Lösungsweg auswendig. Sie entwickeln Strategien, um sich einem unbekannten Problem Schritt für Schritt zu nähern.

Mathematik in Natur, Technik und Alltag

Wo finden wir Mathematik ausserhalb eines Schulbuchs? In Bauwerken? In Pflanzen? In Musik? In Computern? In Karten und Navigation? In der Raumfahrt?

Mathematische Strukturen begegnen uns in vielen Bereichen. Solche Themen können Kindern zeigen, dass Mathematik nicht nur aus Aufgaben besteht, sondern auch ein Werkzeug ist, um Muster, Grössen, Beziehungen und Strukturen in unserer Welt zu beschreiben.

Die Menschen hinter der Mathematik

Mathematik hat eine Geschichte. Hinter bekannten Ideen stehen Menschen, die Fragen gestellt, Vermutungen entwickelt, Fehler gemacht und neue Wege gesucht haben.

Deshalb können im MATH Club auch Mathematikerinnen und Mathematiker und ihre Entdeckungen eine Rolle spielen.

Ihre Geschichten zeigen: Mathematik war nicht einfach irgendwann «fertig». Viele mathematische Erkenntnisse entstanden, weil jemand genauer hinsah und eine neue Frage stellte.

Wie läuft ein Treffen ab?

Der genaue Ablauf hängt vom jeweiligen Thema ab. Trotzdem folgt ein Treffen einem klaren Grundgedanken: Die Kinder sollen möglichst viel selbst denken und entdecken.

Zu Beginn steht häufig eine Frage, ein Rätsel, eine Geschichte oder eine überraschende Beobachtung. Etwas, das neugierig macht.

Danach beginnt das gemeinsame Erkunden. Die Kinder können allein überlegen, zu zweit arbeiten oder ihre Ideen in der Gruppe diskutieren.

Die Leitung gibt dabei nicht sofort jeden Lösungsweg vor. Sie stellt Fragen. Sie greift Gedanken der Kinder auf. Sie hält Vermutungen fest. Sie gibt Hinweise, wenn sie gebraucht werden. Und sie hilft dabei, unterschiedliche Lösungswege sichtbar zu machen.

Denn manchmal ist nicht die Lösung der spannendste Teil. Sondern der Weg dorthin.

Ein Beispiel: 1 + 2 + 3 + ... + 100

Wie viel ergibt 1 + 2 + 3 + 4 + ... + 100?

Natürlich könnte man beginnen, alle Zahlen nacheinander zu addieren. Aber gibt es einen geschickteren Weg?

Genau hier beginnt das mathematische Entdecken. Vielleicht fällt irgendwann auf:

  • 1 + 100 = 101
  • 2 + 99 = 101
  • 3 + 98 = 101

Immer wieder entstehen Paare mit derselben Summe. Wie viele solcher Paare gibt es? 50.

Damit lässt sich die lange Rechnung plötzlich auf 50 × 101 = 5050 verkürzen.

Einer bekannten Anekdote zufolge soll der Mathematiker Carl Friedrich Gauss bereits als Schüler einen besonders geschickten Lösungsweg für eine solche Summenaufgabe gefunden haben.

Für den MATH Club ist aber nicht entscheidend, die Geschichte auswendig zu kennen. Spannend ist der Gedanke dahinter: Muss ich wirklich alles einzeln ausrechnen, oder kann ich eine Struktur entdecken?

Genau solche Perspektivwechsel möchten wir ermöglichen.

Nicht sofort wissen ist erlaubt

Eine wichtige Erfahrung im MATH Club ist: Eine Aufgabe darf schwierig sein. Eine Idee darf zunächst nicht funktionieren. Eine Frage darf eine Weile offenbleiben.

Das bedeutet nicht automatisch, dass jemand «schlecht in Mathematik» ist. Im Gegenteil: Viele interessante mathematische Probleme lassen sich nicht innerhalb weniger Sekunden lösen.

Deshalb geben wir Kindern Raum, auszuprobieren. Vielleicht beginnt ein Lösungsweg vielversprechend und führt trotzdem nicht zum Ziel. Dann schauen wir gemeinsam: Wo liegt das Problem? Was können wir verändern? Gibt es eine andere Idee?

Fehler und Umwege sind dabei kein störender Teil des Treffens. Sie können selbst zu einer neuen mathematischen Frage werden.

Gemeinsam denken statt nur Lösungen vergleichen

Mathematik wird häufig als etwas wahrgenommen, das man allein macht. Aufgabe lesen. Rechnen. Ergebnis aufschreiben.

Im MATH Club darf Mathematik auch ein Gespräch sein.

Ein Kind erklärt seine Idee. Ein anderes hat einen anderen Weg gefunden. Jemand entdeckt eine Ausnahme. Ein anderes Kind fragt: «Aber funktioniert das immer?»

Solche Gespräche sind wertvoll, weil Kinder dabei ihre eigenen Gedanken in Worte fassen müssen. Sie hören andere Lösungswege. Sie können widersprechen. Sie müssen begründen.

Und manchmal entsteht aus mehreren halben Ideen gemeinsam eine neue Lösung.

Welche Fähigkeiten bekommen im MATH Club Raum?

Der Club ist nicht auf Noten oder Prüfungsresultate ausgerichtet. Trotzdem beschäftigen sich die Kinder mit vielen Fähigkeiten, die für mathematisches Denken wichtig sind.

An einer schwierigen Frage bleiben

Nicht jede Aufgabe geht sofort auf. Kinder dürfen erleben, dass es normal ist, eine Idee mehrmals zu verändern und verschiedene Wege auszuprobieren.

Vermutungen formulieren

«Ich glaube, dass ...» ist häufig der Anfang einer mathematischen Entdeckung. Danach kommt die entscheidende Frage: «Warum glaubst du das?»

Begründen

Ein Ergebnis zu kennen ist etwas anderes, als erklären zu können, warum es stimmt. Deshalb sprechen wir über Lösungswege und nicht nur über Lösungen.

Muster erkennen

Was wiederholt sich? Was verändert sich? Welche Struktur steckt dahinter? Muster zu entdecken gehört zu vielen Bereichen der Mathematik.

Lösungswege vergleichen

Zwei richtige Lösungen können sehr unterschiedlich aussehen. Welche ist besonders übersichtlich? Welche funktioniert auch bei grösseren Zahlen? Welche Idee lässt sich auf andere Aufgaben übertragen?

Gemeinsam weiterdenken

Kinder hören die Ideen anderer und entwickeln sie weiter. Mathematik wird dadurch nicht nur zu einer individuellen Aufgabe, sondern zu einem gemeinsamen Denkprozess.

Welche Verbindung gibt es zur Schule?

Der MATH Club ist bewusst kein Prüfungstraining und keine Nachhilfe. Trotzdem beschäftigen sich die Kinder mit Denkweisen, die auch im schulischen Mathematikunterricht eine Rolle spielen können. Zum Beispiel:

  • Aufgaben genau lesen
  • Informationen ordnen
  • Muster erkennen
  • verschiedene Lösungswege prüfen
  • Vermutungen begründen
  • Fehler untersuchen
  • und bei einer schwierigen Frage nicht sofort aufgeben

Ob und wie sich solche Erfahrungen im Schulalltag zeigen, ist von Kind zu Kind unterschiedlich.

Unser Ziel ist deshalb nicht, mit dem MATH Club eine bestimmte Note zu erreichen. Wir möchten Kindern vielmehr die Möglichkeit geben, Mathematik in einem anderen Rahmen zu erleben.

Warum der MATH Club keine Nachhilfe ist

Diese Unterscheidung ist wichtig.

In der Nachhilfe steht ein konkreter schulischer Unterstützungsbedarf im Mittelpunkt. Vielleicht gibt es Unsicherheiten bei Brüchen. Vielleicht bereitet eine bevorstehende Prüfung Schwierigkeiten. Vielleicht fehlen Grundlagen aus einem früheren Thema. Dann braucht das Kind gezielte Unterstützung genau an dieser Stelle.

Im MATH Club gibt es dagegen keinen bestimmten Schulstoff, der nachgeholt werden muss. Wir arbeiten nicht auf die nächste Prüfung hin. Und wir orientieren die Treffen nicht daran, welches Kapitel gerade im Schulbuch behandelt wird.

Der Club öffnet einen anderen Raum: für Fragen, für mathematische Entdeckungen, für Rätsel, für ungewöhnliche Lösungswege und für Themen, die über den aktuellen Schulstoff hinausgehen.

MATH Club, Mathematikprogramm oder Nachhilfe?

Bei Brainorithmics gibt es verschiedene mathematische Angebote. Sie verfolgen unterschiedliche Ziele.

Nachhilfe

Nachhilfe eignet sich, wenn ein konkretes schulisches Thema, eine Wissenslücke oder eine bevorstehende Prüfung im Mittelpunkt steht. Die Unterstützung orientiert sich an der aktuellen Situation des Kindes.

Mathematikprogramm

Unser Mathematikprogramm baut mathematische Grundlagen, Verständnis, Rechenstrategien und logisches Denken systematisch über einen längeren Zeitraum auf. Dabei geht es um einen strukturierten Lernweg, der Schritt für Schritt weiterführt.

MATH Club

Der MATH Club richtet sich an Kinder, die Mathematik über den Schulstoff hinaus entdecken möchten. Hier steht keine bestimmte Schulnote im Mittelpunkt. Es geht um Neugier, mathematische Fragen und gemeinsames Denken. Ein Kind muss dafür keine Bestnoten haben.

Wenn Sie nicht sicher sind, welches Angebot zu Ihrem Kind passt, können wir gemeinsam anschauen, welches Ziel aktuell im Vordergrund steht.

Und wenn Mathematik in der Schule gerade schwierig ist?

Auch ein Kind, das in Mathematik nicht überall sicher ist, kann Freude an mathematischen Rätseln und Entdeckungen haben. Eine Schulnote allein entscheidet deshalb nicht darüber, ob der MATH Club interessant sein könnte.

Wenn allerdings aktuell eine konkrete schulische Schwierigkeit im Vordergrund steht, sollte man genauer hinschauen:

  • Braucht das Kind Unterstützung bei einem bestimmten Thema?
  • Fehlen Grundlagen?
  • Geht es um eine Prüfung?
  • Oder sucht das Kind unabhängig davon zusätzliche mathematische Herausforderungen?

Je nach Situation können Nachhilfe, unser Mathematikprogramm oder der MATH Club unterschiedliche Möglichkeiten sein.

Es geht nicht darum, möglichst viele Angebote zu kombinieren. Es geht darum, herauszufinden, welche Art von Unterstützung oder Herausforderung gerade sinnvoll ist.

Zehn Treffen im Jahr

Der MATH Club umfasst zehn Treffen pro Jahr. Dadurch bleibt er ein regelmässig wiederkehrendes, aber besonderes Angebot neben Schule und anderen Freizeitaktivitäten.

Jedes Treffen kann einem eigenen Thema gewidmet sein. Die Kinder können dadurch im Laufe des Jahres ganz unterschiedliche Seiten der Mathematik kennenlernen.

Mal geht es vielleicht um einen berühmten Mathematiker. Beim nächsten Treffen um ein Rätsel. Dann um Muster. Codes. Strategien. Geometrie. Oder Mathematik in einem überraschenden Zusammenhang.

So entsteht keine zweite Mathematikstunde nach Schulplan, sondern eine Reise durch unterschiedliche mathematische Ideen.

Was Eltern zu Hause tun können

Eltern müssen selbst keine Mathematikerinnen oder Mathematiker sein, um mathematische Neugier zu unterstützen. Oft genügt eine gute Frage.

Statt nur zu fragen: «Ist das Ergebnis richtig?» können Sie fragen: «Wie bist du darauf gekommen?» Oder: «Gibt es noch einen anderen Weg?»

Wenn Ihr Kind eine Frage stellt, auf die Sie selbst keine Antwort kennen, muss das kein Problem sein. «Das weiss ich auch nicht. Wie könnten wir es herausfinden?» kann ein wunderbarer Anfang sein.

Auch Aussagen wie «Ich war in Mathe auch nie gut.» sind meistens gut gemeint. Sie können jedoch unbeabsichtigt vermitteln, mathematische Fähigkeiten seien etwas Festgelegtes.

Eine andere Möglichkeit wäre: «Das fand ich früher auch schwierig. Zeig mir einmal, wie du darüber nachdenkst.»

So bleibt die Frage offen. Und genau das ist mathematisch oft besonders spannend.

Woran Eltern Interesse und Freude erkennen können

Beim MATH Club gibt es keine Note, anhand derer sich ein Fortschritt ablesen lässt. Das ist auch nicht das Ziel.

Manche Kinder erzählen nach einem Treffen ausführlich. Andere sagen kaum etwas und denken trotzdem weiter.

Mögliche Zeichen dafür, dass ein Thema Interesse geweckt hat, können sein:

  • Ihr Kind erzählt von einer Frage oder Entdeckung aus dem Club.
  • Es möchte Ihnen einen Lösungsweg erklären.
  • Es denkt später noch einmal über ein Rätsel nach.
  • Es beginnt selbst mathematische Fragen zu stellen.
  • Es entdeckt Muster oder Zusammenhänge im Alltag.
  • Es probiert bei einer Herausforderung verschiedene Wege aus.

Nicht jedes Kind muss all diese Dinge zeigen. Entscheidend ist vielmehr, ob es sich auf diese Art des mathematischen Denkens gerne einlässt.

Der MATH Club bei Brainorithmics

Der MATH Club soll ein Ort sein, an dem Mathematik nicht mit dem richtigen Ergebnis beginnt. Sondern mit einer Frage.

  • Warum?
  • Was fällt dir auf?
  • Was wäre, wenn ...?
  • Funktioniert das immer?
  • Kannst du deine Idee erklären?

Kinder dürfen ausprobieren, diskutieren, verwerfen, neu beginnen und gemeinsam Lösungen entwickeln. Sie dürfen erleben, dass eine schwierige Frage nichts Bedrohliches sein muss. Und dass Mathematik nicht nur daraus besteht, Regeln anzuwenden.

Sie kann überraschend sein. Kreativ. Historisch. Logisch. Manchmal rätselhaft. Und manchmal so spannend, dass eine einzige Frage für ein ganzes Treffen reicht.

Genau dafür gibt es den Brainorithmics MATH Club: als Treffpunkt für Kinder, die Mathematik entdecken, hinterfragen und gemeinsam weiterdenken möchten.

Denn Mathematik ist etwas, über das man diskutieren, staunen und gemeinsam nachdenken kann.

Häufige Fragen

Ab welchem Alter ist der MATH Club geeignet?

Der MATH Club richtet sich an Kinder ab 8 Jahren. Die Aufgaben, Gespräche und mathematischen Herausforderungen sind so gestaltet, dass Kinder eigene Ideen einbringen, Vermutungen formulieren, unterschiedliche Lösungswege vergleichen und gemeinsam über mathematische Fragen nachdenken können. Dabei müssen nicht alle Kinder gleich schnell arbeiten oder ihre Gedanken auf dieselbe Weise ausdrücken. Entscheidend ist vor allem die Freude daran, zu entdecken, zu knobeln und sich auf neue Fragen einzulassen.

Muss mein Kind besonders gut in Mathematik sein?

Nein. Eine bestimmte Schulnote ist keine Voraussetzung für den MATH Club. Der Club richtet sich auch nicht ausschliesslich an hochbegabte oder besonders leistungsstarke Kinder. Manche Kinder rechnen sehr sicher, andere interessieren sich besonders für Rätsel, Muster, Logik oder ungewöhnliche mathematische Fragen. Wichtig ist vor allem die Neugier und die Bereitschaft, über eine Frage nachzudenken, auch wenn die Lösung nicht sofort sichtbar ist.

Wie oft trifft sich der MATH Club und wie lange dauert ein Treffen?

Der MATH Club umfasst zehn Treffen pro Jahr. Jedes Treffen widmet sich einem eigenen mathematischen Thema oder einer besonderen Fragestellung und dauert 120 Minuten. Die aktuellen Termine finden Sie jeweils bei der Ausschreibung des MATH Clubs. So können Sie vor der Anmeldung sehen, wann und in welchem Rahmen das nächste Treffen stattfindet.

Ist der MATH Club Nachhilfe?

Nein. Der MATH Club und die Nachhilfe verfolgen unterschiedliche Ziele. In der Nachhilfe steht ein konkreter schulischer Unterstützungsbedarf im Mittelpunkt, beispielsweise eine Wissenslücke, ein aktuelles Unterrichtsthema oder die Vorbereitung auf eine Prüfung. Im MATH Club wird dagegen kein bestimmter Schulstoff nachgeholt und nicht auf die nächste Prüfung hingearbeitet. Hier geht es darum, Mathematik über den Schulstoff hinaus zu entdecken, Fragen zu stellen, Muster zu erkennen, Lösungswege auszuprobieren und gemeinsam weiterzudenken.

Welche Themen kommen im MATH Club vor?

Die Themen können von Treffen zu Treffen wechseln. Mögliche Schwerpunkte sind beispielsweise Geheimcodes und Verschlüsselung, Zahlenmuster und besondere Zahlen, Logikrätsel und mathematische Knobelaufgaben, Geometrie und räumliches Denken, Mathematik in Natur, Technik oder Alltag sowie Geschichten über Mathematikerinnen und Mathematiker und ihre Entdeckungen. Nicht jedes Thema muss jedes Jahr vorkommen. Gerade die Vielfalt gehört zum Konzept des MATH Clubs.

Gibt es Hausaufgaben, Noten oder Prüfungen?

Nein. Im MATH Club gibt es keine Noten und keine Prüfungen. Auch klassische Hausaufgaben, die bis zum nächsten Treffen erledigt werden müssen, gehören nicht zum Konzept. Natürlich kann es passieren, dass eine Frage ein Kind so beschäftigt, dass es zu Hause freiwillig weiter darüber nachdenkt oder beim nächsten Treffen eine neue Idee mitbringt. Das darf sein. Erwartet wird es nicht.

Mein Kind hat in Mathematik gerade Schwierigkeiten. Passt der MATH Club trotzdem?

Das lässt sich nicht allein anhand einer Schulnote beantworten. Auch ein Kind, das bei einzelnen mathematischen Themen Schwierigkeiten hat, kann grosse Freude an Logikrätseln, Mustern oder mathematischen Entdeckungen haben. Wenn aktuell jedoch ein konkretes schulisches Problem im Vordergrund steht, beispielsweise fehlende Grundlagen, Unsicherheiten bei einem bestimmten Thema oder eine bevorstehende Prüfung, kann Nachhilfe oder unser systematisches Mathematikprogramm geeigneter sein. Gerne schauen wir gemeinsam, welches Angebot zur aktuellen Situation und zum Ziel Ihres Kindes passt.

Kann mein Kind während des Jahres einsteigen?

Da die Treffen unterschiedliche mathematische Themen behandeln, kann ein Einstieg während des Jahres grundsätzlich möglich sein. Ob aktuell ein Platz verfügbar ist und welches Treffen für Ihr Kind geeignet ist, hängt von der jeweiligen Gruppe und Ausschreibung ab. Fragen Sie uns gerne nach den nächsten Möglichkeiten.

Muss mein Kind an allen zehn Treffen teilnehmen?

Wie die Teilnahme organisiert ist, hängt vom jeweiligen MATH-Club-Angebot beziehungsweise von der gewählten Teilnahmeform ab. Da die Treffen unterschiedliche Themen behandeln, steht bei jedem Termin eine neue mathematische Fragestellung im Mittelpunkt. Die genauen Teilnahmebedingungen finden Sie bei der aktuellen Ausschreibung.

Was kostet die Teilnahme am MATH Club?

Die aktuellen Preise und Teilnahmevarianten finden Sie bei der jeweiligen Ausschreibung des MATH Clubs. Falls für bestehende Brainorithmics-Kursteilnehmende besondere Konditionen gelten, werden diese ebenfalls dort angegeben. So sehen Sie direkt, welche Variante für Ihr Kind infrage kommt.

Wie gross ist eine MATH-Club-Gruppe?

Wir möchten die Gruppen bewusst überschaubar halten. Der MATH Club lebt davon, dass Kinder Fragen stellen, eigene Ideen äussern, Lösungswege erklären und auf die Gedanken anderer reagieren können. Die passende Gruppengrösse kann deshalb je nach Alter, Thema und Art der Aktivität unterschiedlich sein.

Wo findet der MATH Club statt?

An unseren Standorten in Aarau, Laurenzenvorstadt 77, und in Cham, Riedstrasse 3. Die aktuellen Standorte und Termine finden Sie jeweils bei der Ausschreibung des MATH Clubs. Dort sehen Sie, wann das nächste Treffen stattfindet, für welche Altersgruppe es gedacht ist und an welchem Brainorithmics-Standort es angeboten wird.

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