«Ich kann das einfach nicht.»
Diesen Satz hören wir oft.
Und sehr häufig steckt dahinter nicht fehlende Begabung, sondern etwas ganz anderes.
Vielleicht sitzt eine wichtige Grundlage noch nicht sicher. Das Einmaleins ist noch anstrengend, deshalb wird die Bruchrechnung plötzlich schwierig. Der Übergang über den Zehner wurde nie wirklich verstanden, deshalb kostet später auch das Rechnen mit grösseren Zahlen unnötig viel Energie. Oder ein bestimmtes Thema wurde einmal nicht richtig verstanden – und mit jedem neuen Thema wächst das Gefühl, nicht mehr mitzukommen.
Mathematik baut stärker aufeinander auf als viele andere Schulfächer. Neues Wissen knüpft immer wieder an bereits Gelerntes an.
Wenn wichtige Grundlagen unsicher sind, kann deshalb jedes neue Thema zusätzliche Schwierigkeiten bereiten – unabhängig davon, wie viel ein Kind übt.
Genau deshalb setzen wir bei Brainorithmics nicht einfach auf mehr Üben.
Wir möchten herausfinden, wo das Verständnis fehlt und warum.
Denn häufig braucht ein Kind nicht mehr Aufgaben, sondern einen anderen Zugang.
Dieser Artikel zeigt, warum Kinder in Mathematik manchmal den Anschluss verlieren, weshalb Verständnis für uns wichtiger ist als Auswendiglernen, wie unsere Mathematikkurse aufgebaut sind und was Eltern zu Hause tun können.
Er ist für Eltern geschrieben, die das Gefühl haben: Mein Kind könnte eigentlich mehr, als seine Mathematiknote gerade zeigt.
Die Note ist ein Hinweis – nicht die ganze Erklärung
Eine schlechte Mathematiknote sagt für sich genommen wenig.
Sie zeigt, dass etwas noch nicht funktioniert – aber nicht unbedingt, warum.
In unserer Arbeit begegnen uns dabei immer wieder unterschiedliche Ursachen.
Eine Wissenslücke
Ein Thema aus einem früheren Schuljahr sitzt noch nicht sicher.
Das Kind benötigt deshalb für einfache Rechenschritte viel Aufmerksamkeit und Energie. Bei komplexeren Aufgaben fehlt diese Kapazität dann für das eigentliche Problem.
Hier hilft es häufig nicht, einfach beim aktuellen Thema weiterzuüben.
Manchmal muss man zunächst zurückgehen – genau bis zu der Stelle, an der das Verständnis wieder sicher ist.
Ein Verfahren wurde gelernt, aber nicht verstanden
Das Kind kennt das Rezept, aber nicht die Idee dahinter.
Solange eine Aufgabe genauso aussieht wie im Übungsheft, funktioniert das Verfahren. Wird dieselbe mathematische Idee jedoch anders dargestellt oder in eine Textaufgabe verpackt, entsteht plötzlich Unsicherheit.
Genau deshalb ist uns bei Brainorithmics wichtig: nicht nur wissen, wie etwas gerechnet wird – sondern verstehen, warum es funktioniert.
Ein Sprachproblem statt eines Rechenproblems
Gerade bei Textaufgaben liegt die Schwierigkeit manchmal gar nicht beim Rechnen.
Das Kind versteht die beschriebene Situation nicht vollständig oder weiss nicht, welche Informationen wichtig sind. Dann werden Zahlen miteinander verrechnet, ohne dass klar ist, was eigentlich gesucht wird.
Deshalb gehört für uns auch das Verstehen, Strukturieren und Visualisieren einer Aufgabe zur Mathematik.
Tempo und Konzentration
Manche Kinder verstehen den Stoff, benötigen aber mehr Zeit.
Andere machen Flüchtigkeitsfehler, verlieren beim Abschreiben eine Zahl oder überspringen einen Rechenschritt.
Dann braucht es eine andere Unterstützung als bei einer Wissenslücke.
Unsicherheit und negative Erfahrungen
Manche Kinder haben bereits so oft erlebt, dass Mathematik schwierig für sie ist, dass aus einzelnen Misserfolgen eine Überzeugung entsteht: «Ich kann Mathe einfach nicht.»
Dann wird nicht mehr unbefangen ausprobiert. Das Kind zweifelt bereits an seiner Lösung, bevor es überhaupt fertig gerechnet hat.
Mehr Übungsblätter allein helfen in einer solchen Situation oft nicht.
Deshalb versuchen wir zunächst herauszufinden, wo die eigentliche Schwierigkeit liegt, bevor wir entscheiden, wie wir mit einem Kind weiterarbeiten.
Warum wir beim Verständnis ansetzen
Wir möchten Kindern nicht einfach Rechenwege zum Auswendiglernen geben.
Unser Ziel ist, dass sie verstehen, warum eine mathematische Methode funktioniert.
Denn erst dann können sie ihr Wissen auch anwenden, wenn eine Aufgabe plötzlich anders aussieht.
Ein einfaches Beispiel: Ein Kind kann lernen, dass man beim Dividieren von Brüchen den zweiten Bruch umdreht und multipliziert.
Diese Regel kann man auswendig lernen.
Aber warum funktioniert sie? Und was bedeutet die Rechnung eigentlich?
Fragt man beispielsweise «Wie oft passt eine Viertelstunde in eineinhalb Stunden?», steckt dahinter genau die Idee einer Division.
Wir beginnen deshalb möglichst bei der Bedeutung einer Aufgabe und erst danach beim schnellen Verfahren.
Wenn ein Kind verstanden hat, was mathematisch passiert, wird die Rechenregel zur hilfreichen Abkürzung – und nicht zu einer Formel, die nur auswendig gelernt wurde.
Dieser Weg kann am Anfang mehr Zeit benötigen.
Langfristig schafft Verständnis jedoch eine Grundlage, auf der weiteres mathematisches Wissen aufgebaut werden kann.
Mathematik bei Brainorithmics: Verstehen, Strategien, Anwenden, Denken
Unsere Mathematikkurse sollen deshalb mehr sein als zusätzliches Rechentraining.
Wir möchten Schritt für Schritt vier Bereiche entwickeln:
- Verstehen: Was bedeutet eine Zahl, eine Rechnung oder eine mathematische Beziehung eigentlich?
- Strategien entwickeln: Gibt es einen geschickteren Weg? Kann ich zerlegen, ergänzen, vergleichen, schätzen oder ein Muster nutzen?
- Anwenden: Kann ich mein Wissen auch bei einer unbekannten Aufgabe oder einer Alltagssituation einsetzen?
- Denken: Kann ich Zusammenhänge erkennen, meine Lösung erklären und vielleicht sogar einen zweiten Lösungsweg finden?
Diese Entwicklung zieht sich durch unsere Mathematikstufen.
Denn unser Ziel ist nicht nur, dass ein Kind eine Aufgabe richtig löst.
Es soll zunehmend verstehen, wie es selbst zu einer Lösung kommen kann.
Was Mathematik über das Fach hinaus trainiert
Konzentration
Eine Aufgabe von Anfang bis Ende durchzudenken, ohne einen wichtigen Schritt zu überspringen, erfordert Aufmerksamkeit.
Mathematische Aufgaben bieten viele Möglichkeiten, genau diese Fähigkeit zu trainieren.
Sicherheit in den Grundlagen
Wer grundlegende Rechenoperationen sicher beherrscht, muss weniger Aufmerksamkeit für einzelne Rechenschritte aufwenden.
Dadurch bleibt mehr Kapazität für das eigentliche Problem – beispielsweise für das Verstehen einer Textaufgabe oder das Entwickeln einer Strategie.
Zahlengefühl
Ein wichtiger Teil mathematischer Kompetenz besteht darin, einschätzen zu können, ob ein Ergebnis überhaupt plausibel ist.
Wenn ein Pullover 40 Franken kostet und um ein Viertel reduziert wird, kann der neue Preis beispielsweise nicht 5 Franken betragen.
Kinder sollen deshalb nicht nur rechnen, sondern zunehmend ein Gefühl dafür entwickeln: Kann mein Ergebnis überhaupt stimmen?
Diese Fähigkeit ist sowohl in der Schule als auch im Alltag wertvoll.
Ausdauer
Nicht jede Aufgabe geht beim ersten Versuch auf.
Einen zweiten Weg zu suchen, etwas anders darzustellen oder noch einmal genauer hinzuschauen, gehört zum mathematischen Denken.
Vertrauen in den eigenen Denkweg
Jede Aufgabe, die ein Kind selbst verstanden und gelöst hat, kann dazu beitragen, die Überzeugung «Mathematik ist nichts für mich» nach und nach infrage zu stellen.
Deshalb ist uns nicht nur das richtige Ergebnis wichtig, sondern auch der Weg dorthin.
Spielerisch heisst nicht anspruchslos
«Lernen mit Spass» wird manchmal missverstanden.
Es bedeutet bei uns nicht, dass weniger gefordert wird.
Es bedeutet, Aufgaben so zu gestalten, dass Kinder denken wollen.
Ein Knobelrätsel, ein Wettbewerb in der Gruppe, ein mathematisches Spiel oder eine Denkaufgabe mit einem überraschenden Ergebnis können genau dieselben mathematischen Fähigkeiten verlangen wie ein klassisches Übungsblatt.
Der Unterschied liegt darin, wie das Kind die Aufgabe erlebt.
Es rechnet nicht nur, weil es zwanzig Aufgaben erledigen muss. Es möchte herausfinden:
- Was kommt dabei heraus?
- Gibt es einen Trick?
- Kann ich einen schnelleren Weg finden?
- Warum funktioniert das?
Und noch etwas ist uns wichtig:
Bei Brainorithmics darf ein Kind falsch liegen.
Fehler sind für uns nicht nur etwas, das korrigiert werden muss. Sie können zeigen, wie ein Kind gedacht hat.
Wenn in einer Gruppe drei unterschiedliche Ergebnisse entstehen, kann daraus eine besonders wertvolle Diskussion werden: Welcher Weg funktioniert? Wo unterscheiden sich die Lösungswege? An welcher Stelle ist etwas passiert?
So wird aus einem Fehler ein Ausgangspunkt für Verständnis.
Unsere Mathematikstufen im Überblick
Unsere Mathematikkurse sind in fünf aufeinander aufbauende Levels gegliedert.
Das Alter dient dabei als Orientierung. Entscheidend ist vor allem, wo ein Kind mathematisch steht.
Level 1 – Kleine Mathehelden | etwa 5–6 Jahre
Der spielerische Einstieg in die Welt der Zahlen.
Kinder entwickeln ein grundlegendes Zahlengefühl, lernen Zahlen bis 20 kennen, entdecken Mengen und Zerlegungen und sammeln erste Erfahrungen mit Addition und Subtraktion.
Ziel: Zahlen nicht nur aufsagen, sondern verstehen.
Level 2 – Mathe macht Magie | etwa 6–7 Jahre
Jetzt wird das Zahlenverständnis erweitert.
Kinder entwickeln Strategien für Addition und Subtraktion, arbeiten zunehmend mit grösseren Zahlen und gewinnen Sicherheit und Routine im Rechnen.
Dabei steht weiterhin das Verständnis im Mittelpunkt – nicht bloss das schnelle Ergebnis.
Ziel: Sicherheit in den Grundrechenarten und erste flexible Rechenstrategien.
Level 3 – Rechnen wie ein Profi | etwa 7–9 Jahre
Multiplikation und Division kommen hinzu.
Kinder entwickeln ein Verständnis für Malnehmen und Teilen, festigen wichtige Grundlagen und wenden ihr Wissen zunehmend in Textaufgaben und Alltagssituationen an.
Ziel: sicher rechnen und mathematisches Wissen selbstständig anwenden.
Level 4 – Strategien der Zahlenprofis | etwa 9–11 Jahre
Mathematik wird zunehmend strategisch.
Kinder beschäftigen sich mit anspruchsvolleren Textaufgaben, Brüchen und weiteren mathematischen Zusammenhängen. Sie vergleichen Lösungswege und entwickeln eigene Strategien.
Ziel: komplexere Zusammenhänge verstehen und Probleme strategisch lösen.
Level 5 – Meister der Zahlenlogik | etwa 11–12 Jahre
Hier rückt mathematisches Denken noch stärker in den Vordergrund.
Schnelles und geschicktes Rechnen, Zahlenmuster, Logik, Knobelaufgaben, mehrschrittige Probleme und unterschiedliche Lösungsstrategien bereiten auf zunehmend abstraktes mathematisches Denken vor.
Ziel: mathematische Zusammenhänge erkennen, logisch denken und eigene Lösungswege entwickeln.
Die Altersangaben sind dabei bewusst nur Richtwerte.
Ein Kind wird bei uns nicht automatisch einer Stufe zugeteilt, nur weil es ein bestimmtes Alter oder eine bestimmte Schulklasse erreicht hat.
Wir möchten dort ansetzen, wo Lernen sinnvoll weitergehen kann. Die Kurse finden an unseren Standorten in Aarau und Cham statt.
Textaufgaben: Wenn Rechnen allein nicht reicht
Kaum ein mathematisches Thema sorgt bei Kindern so häufig für Frust wie Textaufgaben.
Dabei liegt die Schwierigkeit häufig nicht in der eigentlichen Rechnung.
Das Kind muss zuerst verstehen: Was passiert hier eigentlich?
Deshalb arbeiten wir bei Textaufgaben Schritt für Schritt.
1. Lesen und verstehen
Zuerst wird gelesen – noch ohne sofort zu rechnen.
Worum geht es? Kann das Kind die Situation in eigenen Worten erklären?
2. Informationen ordnen und darstellen
Was wissen wir? Was suchen wir?
Eine Skizze, ein Balkenmodell, ein Zahlenstrahl oder ein einfaches Schema kann helfen, eine abstrakte Situation sichtbar zu machen.
3. Schätzen
Bevor gerechnet wird: Ungefähr wie gross müsste das Ergebnis sein?
Diese Frage hilft später zu erkennen, ob eine Lösung plausibel ist.
4. Rechnen
Erst jetzt wird eine passende Rechnung oder Strategie gewählt.
5. Überprüfen
Passt das Ergebnis zur ursprünglichen Frage? Ist die Einheit richtig? Ist die Grössenordnung plausibel?
Mit zunehmender Übung kann dieser Ablauf immer selbstverständlicher werden.
Das Ziel ist, dass Kinder irgendwann nicht mehr einfach fragen «Welche Rechnung muss ich hier machen?», sondern «Was passiert in dieser Aufgabe – und wie kann ich das mathematisch darstellen?».
Wenn Mathematik Angst macht
Manche Kinder haben nicht nur eine mathematische Lücke.
Sie haben bereits eine Geschichte mit Mathematik.
Vielleicht haben sie mehrfach schlechte Noten erhalten. Vielleicht waren andere schneller. Vielleicht haben sie irgendwann begonnen zu glauben, dass Mathematik einfach nicht ihr Fach sei.
In solchen Situationen ist es wichtig, nicht nur auf den aktuellen Schulstoff zu schauen.
Ein Kind braucht wieder Erfahrungen, bei denen es merkt:
- Ich kann etwas verstehen.
- Ich kann einen Lösungsweg finden.
- Ich darf einen Fehler machen und noch einmal versuchen.
Deshalb kann es sinnvoll sein, zunächst bei Aufgaben anzusetzen, bei denen bereits Sicherheit vorhanden ist, und von dort Schritt für Schritt weiterzugehen.
Nicht um ein Kind zu unterfordern, sondern um wieder eine stabile Grundlage für weiteres Lernen zu schaffen.
Auch unsere Sprache spielt dabei eine Rolle.
Wir sagen beispielsweise nicht: «Das ist doch einfach.»
Denn was für einen Erwachsenen einfach erscheint, kann für ein Kind gerade eine echte Herausforderung sein.
Stattdessen schauen wir: Was stimmt bereits? Wo ist der Gedankengang richtig? An welcher Stelle verändert sich der Weg?
Nachhilfe, Mathematikkurs oder MATH Club?
Diese Frage stellen uns Eltern häufig – und die drei Angebote haben unterschiedliche Ziele.
Nachhilfe
Nachhilfe ist sinnvoll, wenn es um konkrete schulische Schwierigkeiten geht: eine Wissenslücke, eine anstehende Prüfung, Hausaufgaben oder ein bestimmtes Thema.
Der Blick richtet sich stärker auf den aktuellen Schulstoff.
Ziel: Lücken schliessen, Sicherheit gewinnen und wieder besser mitkommen.
Brainorithmics Mathematikprogramm
Unser Mathematikprogramm ist langfristiger aufgebaut.
Es orientiert sich nicht nur am aktuellen Schulstoff, sondern entwickelt systematisch Zahlenverständnis, Rechenstrategien, Anwendung und mathematisches Denken.
Ziel: ein mathematisches Fundament aufbauen, das auch für kommende Themen trägt.
Brainorithmics MATH Club
Der MATH Club richtet sich an Kinder, die Mathematik zusätzlich entdecken möchten.
Hier darf geknobelt, experimentiert, diskutiert und über den klassischen Schulstoff hinausgedacht werden. Spannende mathematische Themen, Logik, Zahlenmuster und besondere Denkaufgaben stehen im Mittelpunkt.
Ziel: Neugier wecken und Freude am mathematischen Denken fördern.
Gerade für Kinder, die gerne knobeln oder im regulären Mathematikunterricht zusätzliche Herausforderungen suchen, kann dieses Format besonders spannend sein.
Sie sind nicht sicher, welches Angebot zu Ihrem Kind passt? Dann schauen wir gemeinsam, wo Ihr Kind steht und welches Format sinnvoll ist.
Übertritt und Prüfungen: Warum frühzeitige Vorbereitung helfen kann
Mathematik wird für viele Familien besonders dann zum Thema, wenn eine wichtige Prüfung oder ein schulischer Übertritt bevorsteht.
Dann müssen manchmal zwei Dinge gleichzeitig bewältigt werden: Der aktuelle Stoff muss sitzen – und gleichzeitig sollen ältere Lücken geschlossen werden.
Je früher Unsicherheiten erkannt werden, desto mehr Zeit bleibt, Grundlagen in Ruhe aufzubauen.
Bei der Prüfungsvorbereitung betrachten wir deshalb nicht nur einzelne Aufgaben.
Auch Strategien können eine Rolle spielen:
- Welche Aufgaben löse ich zuerst?
- Wie teile ich meine Zeit ein?
- Was mache ich, wenn ich bei einer Aufgabe nicht weiterkomme?
- Wie kontrolliere ich meine Ergebnisse?
Und natürlich wird auch der relevante Stoff gezielt geübt.
Wichtig ist uns dabei: Eine einzelne Prüfung entscheidet nicht darüber, wie mathematisch begabt ein Kind ist.
Sie zeigt eine Leistung in einer bestimmten Situation zu einem bestimmten Zeitpunkt.
Unser Ziel ist deshalb nicht nur die nächste Prüfung, sondern möglichst viel Sicherheit für das, was danach kommt.
Was Eltern zu Hause tun können
Sie müssen zu Hause nicht selbst Mathematikunterricht geben.
Oft helfen kleine Dinge im Alltag mehr als ein zusätzliches Übungsblatt.
Mathematik im Alltag entdecken
- Wie viel kostet das zusammen?
- Wie viel Wechselgeld bekommen wir?
- Wie lange dauert die Fahrt?
- Wie viel ist die Hälfte?
- Welche Packung ist günstiger?
Solche Situationen zeigen Kindern, dass Mathematik nicht nur im Schulbuch vorkommt.
Vorsicht mit «Ich war in Mathe auch nie gut»
Dieser Satz ist häufig tröstend gemeint.
Beim Kind kann aber die Botschaft ankommen: «Dann liegt es vielleicht einfach in unserer Familie.»
Hilfreicher ist: «Vielleicht hast du es noch nicht auf eine Art erklärt bekommen, die für dich passt.»
Nach dem Weg fragen
Nicht nur: «Was ist das Ergebnis?»
Sondern: «Wie bist du darauf gekommen?»
Diese Frage zeigt viel besser, ob ein Kind einen Zusammenhang verstanden hat.
Übungszeit sinnvoll begrenzen
Langes frustriertes Üben ist nicht automatisch wirksames Lernen.
Wenn Hausaufgaben regelmässig zu grossem Stress führen, kann das ein Hinweis darauf sein, dass man genauer anschauen sollte, wo die eigentliche Schwierigkeit liegt.
Woran Eltern Fortschritte erkennen können
Fortschritt zeigt sich nicht immer zuerst in einer Note.
Manchmal verändern sich zunächst andere Dinge.
- Ein Kind beginnt eine Aufgabe, ohne sofort zu sagen: «Ich kann das nicht.»
- Es probiert einen zweiten Weg.
- Es entdeckt einen eigenen Fehler.
- Es erklärt, wie es auf eine Lösung gekommen ist.
- Es fragt nicht nur nach dem Ergebnis, sondern möchte verstehen, warum etwas funktioniert.
Solche Veränderungen können wichtige Hinweise darauf sein, dass ein Kind zunehmend Sicherheit und Vertrauen in sein mathematisches Denken entwickelt.
Die schulischen Ergebnisse können diesem Prozess folgen – aber sie sind nicht der einzige Massstab für mathematischen Fortschritt.
Mathematik kann man anders erleben
Ein Kind, das sagt «Ich kann Mathe einfach nicht», braucht nicht automatisch mehr Arbeitsblätter.
Vielleicht braucht es einen Schritt zurück. Vielleicht eine andere Erklärung. Vielleicht ein Bild statt einer Formel. Vielleicht eine Strategie. Vielleicht eine Aufgabe, bei der es wieder neugierig wird.
Oder einfach die Erfahrung: «Ich habe es selbst herausgefunden.»
Genau dort möchten wir bei Brainorithmics ansetzen.
Wir möchten Mathematik nicht nur üben.
Wir möchten Kindern helfen, Zahlen zu verstehen, Zusammenhänge zu erkennen, Strategien zu entwickeln und Vertrauen in den eigenen Denkweg aufzubauen.
Denn unser Ziel ist nicht nur die nächste richtige Antwort.
Unser Ziel ist ein Kind, das vor einer neuen Aufgabe sitzt und denkt: «Ich weiss noch nicht, wie es geht – aber ich kann anfangen, darüber nachzudenken.»
Häufige Fragen
Ab welchem Alter ist mathematische Förderung sinnvoll?
Ein spielerischer Einstieg ist bereits ab etwa fünf Jahren möglich. Bei jüngeren Kindern geht es dabei nicht darum, möglichst früh möglichst schnell rechnen zu können. Im Mittelpunkt stehen Mengen, Zahlen, Muster, Beziehungen und ein grundlegendes Zahlengefühl. Bei Schulkindern ist es sinnvoll, genauer hinzuschauen, sobald wiederkehrende Unsicherheiten auffallen – nicht erst dann, wenn daraus dauerhaft schlechte Noten entstehen.
Mein Kind ist bereits gut in Mathematik. Lohnt sich zusätzliche Förderung trotzdem?
Ja – wenn das Ziel nicht Aufholen, sondern Vertiefen ist. Kinder, die gerne mathematisch denken, können von anspruchsvolleren Problemen, Logikaufgaben, ungewöhnlichen Fragestellungen und neuen mathematischen Themen profitieren. Dafür kann beispielsweise unser MATH Club eine interessante Ergänzung sein.
Wie lange dauert es, bis sich etwas verändert?
Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Eine einzelne Wissenslücke kann manchmal relativ schnell geschlossen werden. Wenn Grundlagen aus mehreren Themenbereichen fehlen oder ein Kind bereits viel Unsicherheit aufgebaut hat, braucht der Prozess entsprechend mehr Zeit. Deshalb möchten wir keine feste Anzahl von Lektionen versprechen. Wir schauen zuerst, wo das Kind steht, und geben den Eltern anschliessend eine möglichst realistische Einschätzung.
Ersetzt der Mathematikkurs die Hausaufgabenbetreuung?
Nein – und das ist bewusst so. In unserem Mathematikprogramm arbeiten wir systematisch an Verständnis, Strategien und mathematischen Grundlagen. Wenn ein Kind gezielte Unterstützung beim aktuellen Schulstoff, bei Hausaufgaben oder bei einer bevorstehenden Prüfung benötigt, ist Nachhilfe häufig das passendere Format. Beide Angebote können sich je nach Situation ergänzen.
Mein Kind hat eine diagnostizierte Rechenschwäche. Ist Brainorithmics dafür geeignet?
Sprechen Sie uns bitte vorab an. Brainorithmics ist keine therapeutische oder medizinische Einrichtung und ersetzt keine entsprechende fachliche Abklärung oder Therapie. Wir arbeiten jedoch in kleinen Gruppen bzw. je nach Angebot individuell, bauen mathematische Inhalte schrittweise auf und legen grossen Wert auf Verständnis und eine Lernumgebung ohne unnötigen Leistungsdruck. Ob unser Angebot für Ihr Kind geeignet ist, hängt von seiner individuellen Situation und dem Unterstützungsbedarf ab. Das klären wir gerne gemeinsam in einem persönlichen Gespräch.
Findet der Unterricht auf Deutsch statt?
Ja. Je nach Angebot kann der Unterricht auch auf Englisch stattfinden. Sprechen Sie uns gerne an, wenn Sie eine bestimmte Unterrichtssprache wünschen.
Wo finden die Kurse statt?
Unsere Angebote finden an unseren Standorten in Aarau und Cham statt. Je nach Programm und Angebot stehen zusätzlich weitere Unterrichtsformen zur Verfügung.
Wie gross sind die Gruppen?
Wir unterrichten bewusst in kleinen Gruppen. So kann die Lehrperson besser erkennen, wie ein Kind an eine Aufgabe herangeht, wo Unsicherheiten entstehen und welche nächste Frage oder Erklärung hilfreich sein könnte. Denn manchmal sieht man eine mathematische Lücke nicht am Ergebnis. Man sieht sie am Denkweg.


